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INFORMATIONSBROSCHÜRE 29 Alte Münzen in Clausthal und Zellerfeld Auch die Zellerfelder Münze wurde beim großen Brand 1672 zerstört. Der Neubau erfolgte am Ende der heutigen Bornhardtstraße. Im Jahre 1979 wurde dort ein Kunsthandwerkerhof mit Glasbläserei und weiterem Kunsthandwerk eingerichtet. Heute wird es vervollständigt durch die „Zellerfelder Brauakademie“, einer kleinen Brauerei sowie Gastronomie. Die Clausthaler Münze wurde von 1617 bis 1849 betrieben. Das nach dem Brand (1725) wieder aufgebaute Gebäude in der Nähe der Marktkirche wird heute als Studentenwohnheim genutzt. Kräuterpark Altenau Im Oberharz den Duft der Kräuter genießen und eine Kräutervielfalt bewundern. Sie finden viele vergessene Hausmittel im Kräuterpark Altenau. Bei einem Spaziergang auf gut befestigten, leicht begehbaren Pfaden im Kräuterpark erkunden Sie die Vielfalt heimischer und exotischer Gewürze und Kräuter. Auf Informationstafeln finden Sie alle Informationen zu den jeweiligen Pflanzen. Heimatstube Altenau Im Kellergeschoss des Kurgastzentrums befindet sich die „Heimatstube Altenau“ mit einer Ausstellung wertvoller Exponate aus der Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Bergstadt. Besondere Aufmerksamkeit ist dem Lebenswerk Karl Reineckes als Maler und Schriftsteller gewidmet. 19-Lachter-Stollen, Wildemann Zu den bedeutendsten Bauwerken des alten Oberharzer Bergbaus gehörten die Wasserlösungsstollen, zu denen auch der 19-Lachter-Stollen zählt. Mit einer Länge von 8.800 Metern reichte er von Wildemann bis weit hinter Clausthal-Zellerfeld. Rund 120 Jahre brauchte man, um dieses beachtliche Werk zu vollenden. Fast 400 Meter sind heute wieder hergerichtet und bieten dem Besucher einen einmaligen und unverfälschten Einblick in das Wirken der Bergleute vom 16. bis in unser Jahrhundert. St. Salvatoris-Kirche in Zellerfeld Den Mittelpunkt Zellerfelds bildet die St. Salvatoris-Kirche, die nach dem Stadtbrand von 1672 neu errichtet und im 19. Jahrhundert im Inneren einen vollständigen Umbau im Stile der Gotik erhielt. Die Einweihung erfolgte 1683. Der junge Telemann führte in dieser Kirche seine ersten Kompositionen auf. Über der Eingangstür befindet sich in Stein gehauen das Bild einer Henne mit ihren Küchlein, worüber verschiedene Sagen erzählen. Bemerkenswert ist auch das von Prof. Tübke 1997 vollendete dreiflügelige Altarbild, das sich hervorragend in den Kirchenraum einpasst. Marktkirche „Zum Heiligen Geist“ in Clausthal Die Marktkirche „Zum Heiligen Geist“ ist nach dem Brand vom 20. September 1634 erbaut und Pfingsten 1642 eingeweiht worden. Mit ihren 2.200 Sitzplätzen ist sie die zweitgrößte Holzkirche Europas. Das Kircheninnere wird von dem ungewöhnlichen Gesamteindruck des Altars und des dahinterliegenden Orgelprospektes bestimmt. Altar, Kanzel und Taufstein sind aus der Werkstatt Andreas Duder (Osterode), einem bedeutenden Holzschnitzer des Frühbarocks. Der Orgelprospekt im Stil des Rokoko wurde 1758 von Albrecht Menger (Nordhausen) geschnitzt. Kunsthistorisch weniger bedeutsam, aber viele Besucher anziehend, ist die sogenannte “Kunstuhr”. Um ein Uhrwerk herum ist die Leidensgeschichte Christi dargestellt. Das Schnitzwerk aus Alabaster befindet sich in der südwestlichen Ecke des Kirchenschiffes. Wildemanner Bergbauernhof „Klein Tirol“ Am nördlichen Ortseingang entstand ein Musterhof mit einer dem Verwendungszweck angepassten Architektur. Das dort gehaltene Harzer Rotvieh kann sich frei bewegen und ist nicht an einem festen Standplatz angebunden. Mit diesem Bergbauernhof, der als Nebenerwerbsbetrieb bewirtschaftet wird, sind gute Voraussetzungen für die Züchtung des Harzer Rotviehs und damit auch zur Erhaltung der Oberharzer Bergwiesen geschaffen worden. Besichtigungen sind möglich, außerdem werden Milcherzeugnisse „aus eigener Produktion frisch vom Hof“ angeboten. Tübke-Altar in der St.-Salvatoris-Kirche Bergbauernhof


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