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Clausthal-Zellerfeld_50_01

28 Die Teiche und Gräben kann man zu Fuß und mit dem Fahrrad gut auf eigene Faust erkunden. Informationstafeln geben vielerorts über die verschiedenen Bauwerke Auskunft. Bergapotheke Zellerfeld Die Bergapotheke in Zellerfeld wurde im Jahre 1576 eingerichtet. Sie fiel dem großen Stadtbrand am 18. Oktober 1672 zum Opfer. Danach wurde die Apotheke in der noch heute bestehenden Form neu erbaut und mit künstlerischem Schmuck innen und außen ausgestattet. Das interessante Gebäude ist in Holzfachwerk gebaut, besitzt ein hohes Dach mit Erker und turmartige Schornsteine. Es zeigt an der Front und Giebeln bis zum Dach hinauf 66 aus Holz geschnitzte und bemalte Köpfe, die zum Teil originelle Fratzen darstellen. Darum nennt man im Volksmund die Apotheke auch „Fratzen-Apotheke“. Im Inneren weist die Apotheke bemerkenswerte Stuckarbeiten auf. In den meisten Räumen findet man Bilder aus der Mythologie, die mit Jagdszenen und allegorischen Figuren abwechseln, Darstellungen aus dem Tierleben, insbesondere Fabeln und verschiedenartige Tiergestalten. An der Decke eines Zimmers ist die Leidensgeschichte Christi dargestellt. Dietzel-Haus Quasi das „Parallelstück“ zur Bergapotheke stellt das sogenannte „Dietzel-Haus“ in Zellerfeld dar. Es wurde 1673/74 nach dem großen Brand von Zellerfeld als Wohn- und Dienstgebäude des Oberbergmeisters Daniel Flach wiederer richtet und zeichnet sich vor allem durch bedeutende Stuckarbeiten im Inneren aus. Die Stadt hat das Haus erworben und mit erheblichen Mitteln saniert, um es für kulturelle und touristische Zwecke zu nutzen. Hier befindet sich heute die Tourist-Information Claus- thal-Zellerfeld.


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