Ein Streifzug von Zellerfeld nach Wildemann

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INFORMATIONSBROSCHÜRE 9 Ein Streifzug von Zellerfeld nach Wildemann Der liebenswerte Reiz unserer Stadt und der sie umgebenden Landschaft erschließt sich Ihnen als Neubürger und Besucher, aber auch dem Alteingesessenen, leichter, wenn Sie das heutige Bild als das Ergebnis einer jahrhundertelangen geschichtlichen Entwicklung begreifen. Seit der Verleihung der Bergfreiheiten im 16. Jahrhundert und den in der Regel damit verbundenen Stadtgründungen hat sich unsere Region von einer urwüchsigen Naturlandschaft über eines der bedeutendsten Erzbergbaureviere Mitteleuropas zu der heutigen Kulturlandschaft entwickelt, in der nach der Stilllegung des Bergbaus die dafür geschaffenen technischen Anlagen zu einem festen Bestandteil einer Erholungslandschaft geworden sind. Über 60 Bergbauteiche auf der Hochebene von Clausthal-Zellerfeld, zahlreiche Gräben und Wasserläufe, alte Bergbauhalden, Fördergerüste und viele Gebäude, wie Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, ehemalige Münzstätten und Zechenhäuser, stellen mit ihrem hohen Freizeitwert besondere Anziehungspunkte dar. Über die geschichtliche Bedeutung und die Zusammenhänge all dieser Anlagen informiert Sie am zuverlässigsten und umfassendsten auf anschauliche Weise: Das Oberharzer Bergwerksmuseum Mit einem Besuch des Museums wollen wir unseren Streifzug beginnen. Es liegt in der barocken Anlage des Stadtteils Zellerfeld als Teil eines Ensembles repräsentativer Bürgerhäuser. Dieses älteste und bedeutendste Bergwerksmuseum Norddeutschlands, das bereits 1892 gegründet wurde, veranschaulicht mit dem umfangreichsten Sammlungsbestand im Harz mit historischen Bergwerksmodellen und originalen Anlagen die Entwicklung des Oberharzer Bergbaus vom Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Das Schaubergwerk Der Museumsbesuch schließt eine erlebnisreiche Führung durch das Schaubergwerk ein. Der Rundgang führt von einem Schachtgebäude aus dem Jahre 1787 in den etwa 250 m langen Besucherstollen. Neben den Originaleinrichtungen des Schachtes, der Fahrkunst, Pumpenkunst und des Treib(Förder)-schachtes wird an „Örtern“, nachgestellten Szenen, die Arbeit des Bergmannes unter Tage gezeigt. Das Freigelände Aus dem Stollen führt der Weg zu den übertägigen Bauten im Freigelände, die mit dem Stollen im Ensemble eine einzigartige historische Bergwerksanlage darstellen. Neben der Bergschmiede, der Erzaufbereitung und der Radstube mit einem Kunstrad von 6 m Durchmesser ist der einzige erhaltene Pferdegaipel der Bundesrepublik, der der Erzförderung gedient hat, der besondere Stolz des Mu- © www.harzluchs.de seums.


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